Historische  Beratung
Pat  Schlenker
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Gentleman Reiseset 1940

Es dürfte wahrscheinlich Reisesets für Herren geben, seit es des Mann in die Ferne zog. Egal ob für Reisen, Exkursionen, mehrtägigen Wanderungen oder einfach nur nach der Sehnsucht nach dem Unendlichen, aber auch für den Krieg.

Die Fülle an Modellen dürfte unendlich sein. Ebenso die verwendeten Materialien für die Box selbst. Eines haben diese Sets jedoch alle gemeinsam. Sie verfügen hauptsächlich über die nötigen Utensilien für eine Rasur und Körperhygiene. 

Eines dieser Sets ist jenes hier, welches einem britischen Gentleman gehörte, welcher dieses Stück und seinen Inhalt während seiner Zeit bei der britischen Armee benutzt hatte.

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Ledergehäuse mit Messingreisverschluss und vier Edelstahlbehältern, Spiegel und Kleiderbürste.

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VE Day 75 Gedenken 1945 - 2020

Der Tag des Sieges in Europa ist der Tag, an dem die Alliierten die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte am Dienstag, dem 8. Mai 1945 feiern und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markieren. Mehrere Länder feiern jedes Jahr an diesem Tag Feiertage, die als Tag des Sieges über den Faschismus, Befreiungstag oder einfach als Tag des Sieges bezeichnet werden. In Grossbritannien und den USA wird der Tag häufig als VE-Tag oder V-E-Tag abgekürzt, ein Begriff, der bereits im September 1944 in Erwartung des Sieges existierte.

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Historisches Cricket Set

Cricket ist zwar in unseren Längengraden nicht eine sehr oft anzutreffende Sportart. Der Sport wird hauptsächlich auf dem indischen Subkontinent, in Australasien, im Vereinigten Königreich, im südlichen Afrika und in Westindien betrieben und gilt dort zum Teil auch als Nationalsportart.

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M1840 Kürassierhelm Frankreich

Am 19. Juli 1870 erklärt der Napoleon III, resp. Frankreich dem aufstrebenden Bund von Norddeutschen Staaten, mit den Preussen als treibende Kraft den Krieg.

Obschon Frankreich den Preussen den Krieg erklärte, war das Land keinesfalls bereit dafür. Nichts desto trotz stelle Napoleon eine Armee von 331'000 Mann auf, welche sich bei Strassbourg und Metz versammelten. Ihnen gegenüber stannden etwas mehr als 330'00 Mann der Preussen, welche Unterstützung aus den Königreichen Bayern und Württemberg erhalten haben.

Am 16. August stiessen die beiden Armee bei Vionville und Mars LaTour, 20 Kilometer westliche von Metz aufeinander. Die zahlenmässig überlegenen französischen Truppen mussten sich den Preussen geschagen geben und sich Richtung Metz absetzen.

Am 20. August wurden die Reste der Französischen Rheinarmee bei Metz, mit 7,5 Armeekorps und 3 Kavalleriedivisionen und einer Stärke von etwa 250.000 Mann von der preußischen 1. Armee, unter Karl Friedrich von Steinmetz und der 2. Armee unter Führung von Prinz Friedrich Karl, eingeschlossen. Die Preussen hielten mit 6 Armeekorps mit Kavallerie und etwa 185.000 Mann dagegen.

In der Folge versuchten die belagerten französischen Truppen mehrfach aus der Belagerung auszubrechen. Zu Letzt am 7. Oktober 1870. Dies jedoch, um Verpflegung heranzuschaffen. Der Französische Oberbefehlshaber der Truppen im belagerten Metz, Marschall Bazaine kapitulierte am 27. Oktober 1870 schliesslich mit den restlichen 150'000 waffenfähigen Männern, da neben Mangel an Munition und Verpflegung auch 20'000 an der Ruhr erkrankt waren. Nach dem Fall von Metz und Strassburg am 28. September 1870 standen den Preussen und seinen Verbündeten genügend Truppen zur Verfügung, um Belfort zu nehmen. Die Kämpfe begannen am 3. November 1870 mit der Einschliessung der Festung. 

Les Verriers 1871_1

Um Belfort zu entsetzen sowie das Elsass zurückzuerobern, wie auch die  Verbindungen des deutschen Heeres zwischen Paris und dem Rhein zu unterbrechen, wurde General Charles Denis Soter Bourbaki am 8. Dezember 1870 mit der Bildung der Armée de l’Est oder auch Zweite Loirearmee beauftragt. Nach dem Gefecht bei Villersexel und der dreitägigen Schlacht an der Lisaine musste sich General Bourbaki mit seiner Armee nach Süden zurückziehen, was mit der Einkesselung im Grossraum Pontarlier endete. Gedemütigt versuchte sich der General am 26. Januar 1870 das Leben zu nehmen. Seine schlecht ausgerüstete und erschöpfte Armée de l’Est, welche von Schnee, Kälte und Hunger geplagt war, überquerte in der Folge vom 1. bis 3. Februar 1871 mit den restlichen 87'000 Mann und 12'000 Pferden die West-Schweizer Grenze bei les Verriers. 

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Historische Darstellung - niederer Stände Mitte 19. Jhdt.

"Reichtum und Bettelei, Laster und Tugend, Schuld und Unschuld, Fülle und der schlimmste Hunger, alle treten aufeinander und drängen sich zusammen."

"Wealth and beggary, vice and virtue, guilt and innocence, repletion and the direst hunger, all treading on each other and crowding together."

Aus Master Humphrey's Clock von Charles Dickens


Es gibt unterdessen ja eigentlich keine Epoche, die nicht von historischen Darstellern "bespielt" wird. Sogar die Steinzeit gehört unterdessen ist das Repertoir einzelner Gruppen. Obschon natürlich mehrheitlich noch immer militärische, wie auch Zivile der "Schönen und Reichen", sowie natürlich des Adels am meisten beachtung geschenkt wird. Wer will denn schon zerlumpt und übel richend sein Wochenende in der Öffentlichkeit verbringen. Aber natürlich gibt es unterdessen auch Darsteller die sich jenen düsteren Tagen in der Mitte des 19. Jahrunderts verschrieben haben. Die wohl bekannteste und erfolgreichste Gruppe in Europa dürfte die "Ragged Victorians" aus England sein, die mit ihrer Darstellung neue Massstäbe gesetzt hat. In der zwischenzeit gibt es natürlich verschiedene Ableger, wie auch jene Gruppe aus der Schweiz, die sich 2015 unter dem Namen "Vagabunden Anno 1840" formiert hat.

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Achselnummern Ordonnanz 1875 -1914

Mit der Einführung der Ordonnanz 1875 wurden analog der auf den Käppi aufgesteckten Nummern farbige Patten auf die Schulterklappen aufgenäht.

Achselnummern Ordonnanz 1898_4   Achselnummern Ordonnanz 1898_3

Links. Komplette Rolle mit aufnähbaren Achselnummern "114"er, welche diese als Landwehr, resp. Landsturm auswies. Rechts. Abgelöste Etikette der unten sichtbaren "115"er. Die roten "115" zeigt, dass es sich ebenfalls um eine Landwehr, resp. Landsturm-Einheit in der ersten Brigade handelt.

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Viktorianische Kleidung und die Sommerhitze

Kurz vor dem 2. viktorianischen Picknick drängt sich Frage auf, wie die Damen und Herren um 1900 mit ihrer Kleidung in der Sommerhitze zurechtgekommen waren. Zumal wir aktuell seit mehrerer Wochen eine grosse Hitze mit bis zu 35C° bei uns in der Region Basel haben.

1. viktorianische Picknick Basel _13

All jene die aber der Meinung sind, dass es solche Hitze früher nicht gab, den müssen wir leider entäuschen. 1911 gab es als Beispiel 60 Hitzetage (+25C°) mit flächedeckenden Temparaturen von über 30C°. Dieser Rekordwert hielt übrigens bis ins Jahr 2003 (85 Hitzetage).

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Hochmittelalterlicher Johanniter um 1180

Mittelalterfeste gehören unterdessen für viele Kommunen zum jährich wiederkehrenden Stadtfest. Aber auch eine ganze Fülle von Vereinen organisieren in der Zwischenzeit diese sehr beliebten Jahrmärkte.

Auch bei uns mieten jährlich viele Kunden mittelalterliche Kleider, sowie Rüstungen und passende Accessoires.

Oftmals sind Kunden jedoch mit der Materie "Kleidung im Mittelalter" etwas ratlos, denn vor allem bei Dr. Google ist es ohne spezifisches Vorwissen kaum möglich, herauszufinden, was wer in den 1000 Jahren, die in unserer Zeitrechnung das Mittelalter gedauert hat, getragen wurde. Gibt man nähmlich bei Google "Mittelalterkleidung" ein, muss man schon ganz weit klicken, bis man etwas brauchtbares an Bildmaterial findet, dass den Begriff mittelalterliche Kleidung auch verdient.

Natürlich möchte nicht jeder Kunde vollauthenisch an einen Markt gehen oder an den Anlass mit dem Thema, aber es ist uns, wenn der Kunde interessiert ist,  ein Bedürftnis aufzuzeigen, wie es aussehen sollte. Was und wie er sein Kostüm schlussendlich zusammenstellt, überlassen wir ihm natürlich selbst.

Ein bei uns oft vermietetes Modell bei Herren ist jenes eines Bürgers oder Soldaten des Hochmittelalters, welches wir im folgenden Beitrag etwas vertiefter erklären möchten.

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