Hauspersonal in der Belle Epoque

Gruppenbild des Hauspersonals um 1890 aus England  - kolorierung Patrick Schlenker

Wer hat es sich nicht angesehen? Downton Abbey. Ein "Muss" für all jene, mit einem Faible für das ausgehende 19., beginnende 20. Jahrhundert. Die mit Detailgenauigkeit kaum zu überbietende Produktion schaffte es, schon wie die 70er Jahre Erfolgsserie Upstairs, Downstairs, das Leben der Herrschaften, wie auch des Personals in einem aristokratischen Herrschaftshaus abzubilden.


Sommerfest – Dinieren wie in der Belle Epoque auf Schloss Wildegg

Am Samstag, den 10. Juni 2023 kehrte die Belle Epoque als Abendveranstaltung einmal mehr auf Schloss Wildegg zurück.

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Geladen zum grossen Sommerfest hatte die  Schlossherrin Julie von Effinger.

Das Dienstpersonal verwöhnte dabei die Gäste mit Köstlichkeiten vom Buffet, dazu spielte Live-Musik. Zwischen den Gängen gabt es Tanzkurse, sowie eine kurze Einführungen in die Stil & Etikette aus jener Zeit. Durchgeführt natürlich durch mich im Esssall der Villa.


12. Belle Epoque Woche Kandersteg 

Nach pandemiebedingter Pause im 2021 konnten wir endlich wieder nach Kandersteg reisen. Wie gewohnt führte unser Weg drei Tage lang in die Zeit um 1900 mit Allerlei wundervollen Erlebnissen, Besuchern und einer tollen Atmosphäre.

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Dieses mal wieder zu viert trafen wir uns wie gewohnt gegen 10 Uhr beim Waldhotel Doldernhorn. Nachdem entladen der ersten Überseekisten im Hotel abgeladen hatten ging es dann wie gewohnt zur Talstation Oeschinensee. Dort trafen wir auf einem weiteren Teilnehmer, welcher uns den ganzen Tag begleiten sollte.


Spurensuche - Love Letters from Calcutta

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Einleitung

Im Frühling 2013 kaufte ich von einer unbekannten Person über EBAY einen grösseren Konvolut aus Briefen und anderen Dokumenten. Die Liebesbriefe stammten allesamt von einem Corporal der britischen Royal Air Force, welcher seiner Freundin, einer britischen Krankenschwester geschrieben hatte. Beide waren während des 2. Weltkrieges im damaligen Indien stationiert.

Lange Jahre lagen diese Briefe bei mir in meiner Sammlung. Zwischendurch nahm ich die Briefe hervor und lass einige davon. Immer mal wieder nahm ich mir vor, den genaueren Umstände der beiden nachzugehen um zu erforschen, was aus den beiden geworden ist. Danach schlummerte der kleine Schatz, zusammen mit dutzenden anderen historischer Dokuemze in einer britischen Munitionskiste, bis ich die Briefe im Frühling 2020 beim einräumen meines neuen Lagers wieder zur Hand nahm. 

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Es dauerte einige Wochen, bis ich alleine die 96 Lieberbriefe gescannt und sortiert hatte. Die Recherchen zogen sich hin und auch die gängigen Plattformen wie Forces War Records halfen mir nicht weiter. Erst eine Anfrage beim Margates Sea Bathing Hospital, wo die Krankenschwester Phyllis Hilda Dann ihre Ausbildung begann und verschiedene recherchen auf Ancestry.co.uk brachten den Durchbruch, als ich dort via eines Cousine mit dem jüngsten Bruder des Verfassers der Liebesbriefe in Kontakt treten konnte.

Was ich gefunden habe ist eine wundervolle Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die in einer dunkeln Zeit begann, hunderte von Kilometern getrennt und tausende von Kilometern von zu Hause und leider viel zu früh in England endete. 

Dies ist die Geschichte von Nurse Phyllis Hilda Dann P/306660 und Lance Corporal Keith Bernard Emile Ralph Phillips 771539


Gedenkmarsch zum 222. Jahrestag der Schlacht an der Grimsel

Der Verein "Les voltigeurs du 3ème Régiment Suisse" organisierte am Wochenende des 13. bis 15. August 2021 zum 222. Jahrestag der Schlacht an der Grimsel einen Gedenkmarsch auf historischem Gelände, welcher auf die Ereignisse 1799 Bezug nahm. Eingeladen waren historische Darsteller, welche die napoleonische Armee sowie die Koalitionsarmee von 1799 darstellen konnten. 

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Historischer Kontext :

Die österreichischen Truppen, welche an der Grimsel in Stellung lagen gehörten zur Suworow-Armee. Dank der Unterstützung eines Bergführers aus Guttannen gelang einem Teil der französischen Truppen am 14. August 1799 eine besonders kühne Hochgebirgsaktion über die Grate. Diese Einheiten fielen schliesslich in die Flanke des am Grimselpass anwesenden Feindes. Der Hauptteil der französischen Truppen unter der Führung von Brigadegeneral Charles Etienne Gudin rückte von Guttannen aus mit einer Truppenstärke von etwa 2.700 Mann in Richtung Grimselpass vor. Im Kreuzfeuer der beiden französischen Truppen gefangen wurden die Österreicher zurückgedrängt und gezwungen, ihre Stellungen Stück für Stück zu verlassen. Die Schlacht und darauffolgenden Rückzugsgefechte dauerte mehr als 6 Stunden. Dank dieses riskanten Manövers konnten die französischen Truppen in der Folge den Furka- und den St. Gotthard-Pass angreifen. Gleichzeitig intrigierte der österreichische Minister Franz de Paula Baron Thugut gegen die russischen Verbündeten, mit dem Ziel, diese aus Norditalien herauszuhalten und den österreichischen Einfluss entscheidend zu machen. Dies gelang und Suworow übergab das Kommando über den Großteil seiner österreichischen Streitkräfte. In der Zwischenzeit bereitete sich Suworow darauf vor den Gotthard zu überqueren, um sich der russischen Armee unter Alexander Rimsky Korsakow in Zürich anzuschließen. General Suworow eroberte am 25. September 1799 den Gotthard von den Franzosen zurück.


Ausfahrt Vorkriegsmotorraeder – Stamm Aargau in Birrfeld

Am 27. Juni 2021 trafen sich geschätze 100 historische Motorräder mit Jahrgang 1945 und älter zur Ausfahrt von Vorkriegsmotorrädern der FAM (Freunde alter Motorräder) Stamm Aargau. Die Ausfahrt wurde vom Aargauer Stammvater Markus Fusco organisiert.

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Nach 0930 fuhren die alten Motorräder in Gruppen richtung Restaurant Niesenberg in Kallern ab. 

Wir waren zum ersten mal mit unseren BSA WM20 auch mit dabei. Unter den anwesenden Motorrädern gab es eine ganze Fülle an selten Stücken und Exoten. 

So gab es BMWs, Harley Davidson, Indian Scouts, Royal Enfield, Moto Guzzi, Motosacoche, Moser, Condor um nur einige zu nennen.

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Handschuhschachteln

Da Handschuhe ein wertvolles gut waren, wurden diese nicht einfach in die Schublade oder Kommode gelegt, sondern in extra dafür vorgesehene Schachteln. Es gibt eine ganze Fülle an solcher Schachteln. Zwei davon befinden sich auch in unserem Fundus.

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Handschuhschachtel mit roten Samt überzogen und vergoldeten Beschlägen um 1910

Handschuhe waren in der Zeit der Belle Epoque fast allgegenwärtig. Zur ordnungsgemässen Kleidung der Dame gehörten immer Handschuhe, welche aus unterschiedlichen Materialien hergestellt wurden. Auf Reisen und zur Promenade wurden dunkelfarbige oder schwarze, bei Besuchen hellfarbige (nicht weisse) und bei Trauergelegenheiten schwarze Handschuhe getragen.


Als Feuer auf Basel niederging wie ein Fruehlingsregen

Von Patrick Schlenker, Basel ©2021

März 1945. Grosse Teile Europas liegen in Schutt und Asche. Die Amerikaner haben gerade die Ruhr bei Linnich, Jülich und Dürenstanden überquert und stehen am Rhein. Im Elsass haben sie den Durchbruch fast geschafft. Die Briten kämpfen immer noch in Holland. Die Russen brechen nach erbitterten Kämpfen in Ungarn durch und stehen an der Grenze zu Österreich. Der zweite Weltkrieg ist in der Endphase.

Am Sonntag Morgen, den 4. März 1945, kehrt der Schrecken des Krieges in Form eines Bomberangriffes nach Basel zurück. Neben Basel wurde fast zeitgleich auch Zürich von US amerikanischen Bombern angegriffen. Trotz mehr als 500 Fliegeralarmen lebte man in Basel das Leben weiter und lies sich, mit Aussicht auf baldiges Kriegsende, an diesem schönen Sonntag nicht mehr so einfach in die Luftschutzunterkünfte scheuchen. Mit fatalen Folgen...

Bombenschäden Wolfbahnhof _3

Ausgebrannter 3. Klass Wagen der SBB auf einem Abstellgeleis des Wolfbahnhofes am 5. März 1945 - Fotograf Robert Lanz - koloriert Patrick Schlenker

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