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26. Dezember 1944

Grenzgebiet und Artilleriefeuer in der Nähe

In der Nacht zum Stephanstag setzt die französische Artillerie ihre Angriffe fort, diesmal in der badischen Grenzregion. Kurz nach 2 Uhr morgens wird eine Salve aus Maschinengewehren aus der Gegend des Bahnhofs von Stetten gehört. Auch in den darauffolgenden Stunden ist das Artilleriefeuer entlang der Grenze zwischen Hüningen und Friedlingen regelmässig zu vernehmen. Neben den schweren Geschützen ertönt immer wieder das markante Geräusch von Maschinengewehrfeuer. Der genaue Ursprung dieses Feuers ist aus der Schweiz schwer zu bestimmen, da die Sicht durch das unwegsame Gelände und die dichte Vegetation stark eingeschränkt ist. Es wird jedoch vermutet, dass diese Schiessereien Teil der laufenden Kämpfe und Auseinandersetzungen in der Grenzregion sind. Die kontinuierliche Präsenz von Artillerie und Maschinengewehren deutet darauf hin, dass die Frontlinien in dieser Gegend weiterhin stark umkämpft sind.

Schäden an einem Wohnhaus unterhalb der Leopoldshöhe - Foto z.V. Reinhold Utke - Kolorierung Patrick Schlenker

Überflüge durch feindliche Flugzeuge

Noch vor dem frühen Morgen, um 06:00 Uhr, tauchen erneut feindliche Flugzeuge über dem Oberelsass auf, was die Sirenen in der badischen Grenzregion wieder heulen lässt und die Einwohner in Alarmbereitschaft versetzt. Auch überfliegen mehrere feindliche Flugzeuge die Schweizer Grenze. Es handelt sich dabei teils um amerikanische, teils um nicht identifizierbare Maschinen. Infolge dieser Überflüge wird in den betroffenen Grenzgebieten erneut Fliegeralarm ausgelöst. 

General de Gaulle inspiziert die Front im Elsass

Strassburg, 26. Dezember. (AFP) Das von den Alliierten befreite Elsass feiert mit Begeisterung und Dankbarkeit die erste Weihnacht seit der Befreiung. Der Kanonendonner in der Nähe der Grenze verleiht den Feiertagen einen ernsten und einzigartigen Charakter. Da das Strassburger Münster noch nicht seiner Bestimmung übergeben werden konnte, findet die Weihnachtsfeier in der St. Peterskirche statt.

Völlig unerwartet trifft General de Gaulle in Begleitung des Kriegsministers zur Inspektion der französischen Truppen an der elsässischen Front ein. Am Dienstagmorgen kehrt er nach Paris zurück und drückt seine lebhafte Genugtuung über den von den Truppen bewiesenen Kampfeifer aus.

Territorial-Kommando

Aus den Berichten der Schweizer Armee:

10:30 - 11:30 Uhr: Platz Kdt. auf KP

11:00 Uhr: Arzt A3 auf KP

10:20 - 11:01 Uhr: Fliegeralarm - Einflug zahlreicher Flugzeuge im Puntruterzipfel - Basel / Richtung Nord, aus Nord und West schwere Detonationen vernehmbar

13:52 - 14:28 Uhr: Fiegeralarm - Einflug Fremder Flugzeuge aus Graubünden Richtung Laufenburg / Rückflug Richtung Schaffhausen

14:45  - 16:52 Uhr: Fiegeralarm - Anflug eines grossen Verbandes von Flugzeugen aus dem Elsass Richtung Basel. Aus Nord und Nordwest anhaltender geschützdonner. Vermutlich Bombenabwürfe hinter Lörrach. Artillerieduell aus Istein dauert an. Fortwährende Ein- und Durchflüge im Alarmkreis Basel. Schwere Flab in Gempen, Pratteln und Augst in Aktion.

23:30 - 24:00 Uhr: Fiegeralarm - Grenzverletzungen im Puntruterzipfel  Richtung Basel.

Weihnachtsfeier der Bew. Kp. 9 auf dem Flugplatz Birsfelden

Entlassung von HD Stab

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