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29. Dezember 1944

Fliegerbomben auf Istein / Stärkeres gegenseitiges Artilleriefeuer in der Dreiländerecke

Seit der Heiligen Nacht hält das Artilleriefeuer aus dem hügeligen Oberelsass auf die angrenzende badische Region an, mit einem Schwerpunkt um Istein. Da keine grösseren Offensiven folgen, wird der Beschuss als Störfeuer interpretiert, dessen Ziel unklar bleibt. Die Angriffe verlaufen sporadisch und scheinen Bewegungen oder Vorbereitungen zu behindern, ohne die Lage wesentlich zu verändern.

Vormittags bot sich eine seit Wochen nicht mehr dagewesene Fernsicht, die das oberelsässische Hügelland plastisch hervorhob. Über die elsässische Hard bis nach Bartenheim und Sierenz waren die Landschaft und markante Bauwerke wie das Kraftwerk und die Schleusenanlage von Kembs deutlich sichtbar. Die Felsen von Istein, die badischen Ortschaften und die blau-violetten Schwarzwaldberge bildeten eine eindrucksvolle Kulisse. Das ideale Wetter begünstigte jedoch nicht nur die Sicht, sondern wurde auch für militärische Aktivitäten genutzt.

Schäden an einem Wohnhaus unterhalb der Leopoldshöhe - Foto z.V. Reinhold Utke - Kolorierung Patrick Schlenker

Fliegerbomben trafen die Region um Istein, begleitet von verstärktem Artilleriefeuer in der Dreiländerecke.  Am Nachmittag errichteten deutsche Kräfte bei Leopoldshöhe eine Geschützstellung und eröffneten unter Beobachtung der Franzosen in Hüningen das Feuer. Aus der kurzen Distanz von etwa zwei Kilometern wurden Granaten zielgerichtet nach Süningen abgefeuert. Nach Treffern am Rheinufer und in Neudorf wurde auch Hüningen erneut beschossen. Französische Gegenreaktionen blieben zunächst aus, und der Beschuss endete nach etwa einer Viertelstunde.

Bald richtete die französische Artillerie ihre Angriffe jedoch auf andere Ziele. Granaten schlugen in Istein, Efringen-Kirchen, am Stauwehr und weiteren bekannten Stellen ein, begleitet von Rauchwolken. Ab 16:05 Uhr begann ein intensiver Beschuss der Umgebung des Stauwehrs, dessen Erschütterungen und Detonationen in der Region spürbar waren.

Territorial-Kommando

Aus den Berichten der Schweizer Armee:

09:27 - 0954 Uhr: Fliegeralarm

10:30 Uhr - 11:30 Uhr: Platz Kdt. auf KP

13:06 - 13:36 Uhr: Fliegeralarm

17:00 - 16:22 Uhr: Fliegeralarm

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